Wie wohnen die Leute in Singapur? Fallbeispiel Wohnanlagen (How do the residences of Singaporeans look like? – residential spaces)

Manchmal möchte ich die Wissenschaft im Alltag sehen, nicht nur erzählen was wissenschaftliche Publikationen sagen.“

Diesen Satz und die Bilder alleine fand WordPress anscheinend so gut, dass es diese von dem Entwurf auf dem Smartphone gestern direkt hochgeladen hat (ein Bug der sehr selten mal auftritt, vor allem wenn ich müde bin – Hm Seltsam:) ).

Dabei war ich noch gar nicht fertig mit dem Bericht; es waren nur Fotos. Ihr habt also den Entwurf gesehen, während ich schon schlief. Erst heute Morgen sah ich, was da schief gegangen war, und kann das klären – während ihr schlaft. Ihr bekommt also jetzt direkt den Entwurf. Einfach so mal leben (mit dem Entwurf) ohne den selbstempfundenen Leistungsdruck, immer eine gewisse Qualität auf diesem Blog zu liefern.

Mein Ziel in dem Entwurf war, dass ich von den HDBs und den Condos erzähle. HDBs steht für Housing and Development Board (HDB); Condo für Condominium. Beides sind Wohnanlagen in Singapur. Mein Entwurf sollte ein Architekturthema haben, da ich in letzter Zeit sehr von Psychologie berichtet hatte; und der Blog aber beide Themen und Leser*innenschaften einlädt. Ein Entwurf mit dem Thema Architektur also; heute:

HDBs: Sozialbauten

Die meisten Wohnanlagen in Singapur sind HDBS; zirka 82% der Wohnbevölkerung lebt dort. Es sind Hochhausanlagen mit Schulen, Supermärkten, Sport- und Freizeiteinrichtungen und sogar Kliniken. Das Gute ist, dass diese Wohnanlagen bezahlbar sind. Somit sorgen HDBs dafür, dass jeder und jede eine Wohnung haben kann.

Der Gedanke hinter den HDBs ist so ähnlich wie bei uns: ein Sozialbau, in dem man erschwinglich wohnen kann. Viel Wert wird dabei auf eine Vielfalt von Typologien gelegt: es gibt HDBs in allen Varianten und Formen, sodass man anspruchsvoll wohnen kann, ohne reich zu sein. Gemietet wird in Form von Pachtverträgen und maximal für 99 Leasing-Jahre.

Condominiums – Eigentumswohnungen für Führungskräfte

Condominiums sind … die schickeren Hochhausanlagen. Diese „Condo“ Wohnform ist ca. 1999 entstanden, als man hochwertige Eigentumswohnungen für Führungskräfte suchte. Mittlerweile leben dort also nicht nur Führungskräfte, sondern jene, die nicht in einem HDB leben möchten, aber privates Eigentum zu teuer finden.

Condos bestehen aus Eigentumswohnungen, statt gepachteten Mietverhältnissen. Sie haben Swimmingpools, was die meisten HDBs nicht haben. Sie haben eigene Fitnesszentren und mindestens einen Tennisplatz. Aber das wichtigste ist: sie sind meist von einer Mauer umgeben. Nur mit Karte kommt man rein oder raus. Mit dem Auto muss man an einer Sicherheitskontrolle vorbei und sich immer an und abmelden. Das unterscheidet diese Wohnform von den HDBs. Genauso wie HDBs haben sie aber ebenfalls einen Supermarkt, sodass man den Ort eigentlich nicht verlassen muss.

Eigentumswohnungen

Die dritte Wohnform, die man hier findet, sind natürlich die Privatwohnungen, die hier aber extrem teuer sind. Wenn man durch Nachbarschaften läuft, die Eigentum sind, sollte man nicht zu nahe an den Mauern entlanggehen, da man sonst gegebenenfalls verjagt wird. Ich habe immer brav auf mein Handy geschaut und Pokemon gejagt, damit ich mir diese Nachbarschaften anschauen konnte. Fotos habe ich dort keine gemacht.

Eigentumswohnungen stehen oft neben Condominiums in einem ruhigeren Teil, d.h. nicht unbedingt umgeben von den Stadtautobahnen, aber auch gut mit diesen verbunden, da die Schnelle, mit der man ins Zentrum kommt, ebenfalls den Preis steuert. Zentral oder hippe Nachbarschaften sind wie in allen Städten teurer als abgelegenere; aber der schnelle Zugang zur Metro oder Strassen ist ebenso wichtig. Eigentumswohnungen haben oft den Luxus eines Gartens, was in einer Stadt mit hoher sozialer Dichte extrem wertvoll und ebenso selten ist.

Hippe Wohnungen

Eine interessante Beobachtung ist in jeder Stadt zu finden: die Hipster-Viertel. Für mich sind das Orte wie „Holland Village“. Man lebt in Kolonialbauten auf zwei Etagen, mit Garten. Und man hat alles westliche, das man sich vorstellen kann, auf Laufabstand. Zum Beispiel verschiedene Yogaorte, Supermärkte mit internationalem Flair, verschiedene Cafes mit internationalem Hipsterfood, gehobene Spezialarzt-Kliniken, verschiedene Bars im europäischen Stil – und wie gesagt laufen alle im Yogaoutfit herum.

Andere Hipsterviertel sind alte Soldatenwohnungen und Kolonialbauten verschiedener internationaler Menschen, z.B. aus den 1920-ern, Art Decor Bauten, chinesische „Kaufhäuser“, usw. Meistens haben diese Wohnanlagen zwei Etagen, sind auf natürliche Weise belüftet (auch ein spannendes Thema!), und haben ein besonderes Flair. Ich versuche, demnächst Fotos davon nachzuschieben und mehr von diesen Wohnungen zu berichten. Diese Hipsterviertel, sowie das Thema der Parkanlagen, verdienen einen separaten Bericht.

Fazit

Für mich sind alle Wohnformen unglaublich spannend. Sie zeigen mir zum einen, wie man auf wenigen Kilometern mit hoher sozialer Dichte auskommen kann und dabei die Bedürfnisse einer Population verschiedener Nationalitäten, Herkünfte und Wünsche berücksichtigt. Zum anderen sind sie eine kontrollierte Form des Wohnens. Ich finde: die Sozialbauten und Condominiums sind jeweils Satellitenstädte einer Stadt. Man kann dort einkaufen, leben, und Spass haben, weil alles was man braucht pro Anlage vorhanden ist.

Die Wohnanlagen SIND eine kleine Stadt.


Bildergalerie

Spielplatz im HDB
Öffentlicher Sport im HDB
Fußmassageplatz im HDB (von einfach bis schwer)
Ein Condominium

Traditionelle Kaufhäuser (Unten Shop, oben Wohnen)

Der Bericht geht demnächst weiter. In der Zwischenzeit… Kommentiert gerne – sind das Wohnbauten in denen ihr leben wollt? Warum? Warum nicht? Kann die Stadt der Zukunft auch in Deutschland so aussehen?

English version

(translated online with DeepL, so not perfect)

Sometimes I want to see science in everyday life, not just tell what scientific publications say.“

This sentence and the pictures alone seemed so good to WordPress that it uploaded them directly from the design to the smartphone yesterday (a bug that happens very rarely, especially when I’m tired – Hm Strange:) ).

I wasn’t finished with the report yet; it was only photos. So you saw the design while I was asleep. Only this morning I saw what had gone wrong, and can clear it up – while you sleeps. So now you get the draft directly. Just live like that (with the design) without the self-absorbed pressure to always deliver a certain quality on this blog.

My goal in the design was that I tell about the HDBs and the condos. HDBs stands for Housing and Development Board (HDB); Condo for Condominium. Both are residential complexes in Singapore. My design should have an architectural theme, as I’ve been talking a lot about psychology lately; and the blog invites both topics and readers. So a design with the theme architecture; today:

HDBs: social buildings

The majority of residential complexes in Singapore are HDBS; approximately 82% of the resident population lives there. They are skyscrapers with schools, supermarkets, sports and leisure facilities and even clinics. The good thing is that they are affordable. So HDBs make sure that everyone can have an apartment.

The idea behind HDBs is similar to ours: a social building where you can live affordable. Much value is attached to a variety of typologies: there are HDBs in all variants and forms, so that one can live demandingly, without being rich. They are rented in the form of lease agreements and for a maximum of 99 leasing years.

Condominiums – condominiums for executives

Condominiums are … the trendier skyscrapers. This „condo“ type of housing was created around 1999, when high-quality condominiums for managers were sought. Meanwhile not only high-level personnel live there thus, but those, who do not want to live in a HDB, but private property find too expensive.

Condos consist of condominiums instead of leased tenancies. They have swimming pools, which most HDBs don’t. They have their own fitness centres and at least one tennis court. But most importantly, they are usually surrounded by a wall. You can only get in or out with a map. By car you have to pass a security checkpoint and always check in and out. This distinguishes this form of living from the HDBs. Just like HDBs, however, they also have a supermarket, so you don’t actually have to leave the place.

Condominiums

The third form of living you can find here are of course private apartments, but they are extremely expensive here. If you walk through neighborhoods that are owned, you should not walk too close to the walls, otherwise you might be chased away. I always took a good look at my mobile phone and hunted Pokemon so that I could see these neighborhoods. I didn’t take any photos there.

Condominiums often stand next to condominiums in a quieter part, i.e. not necessarily surrounded by the city highways, but also well connected to them, since the speed with which you get to the center also controls the price. As in all cities, central or hip neighborhoods are more expensive than more remote ones; but quick access to the metro or roads is just as important. Condominiums often have the luxury of a garden, which is extremely valuable and rare in a city with high social density.

Hip apartments

An interesting observation can be found in every city: the Hipster districts. For me these are places like „Holland Village“. You live in colonial buildings on two floors, with garden. And you have everything western that you can imagine at walking distance. For example different yoga places, supermarkets with international flair, different cafes with international hipster food, upscale specialist clinics, different bars in the European style – and as I said all walk around in yoga outfits.

Other hipster quarters are old soldier apartments and colonial buildings of different international people, e.g. from the 1920s, Art Decor buildings, Chinese „department stores“, etc. Most of the time these residential complexes have two floors, are naturally ventilated (also an exciting topic!), and have a special flair. I will try to add some photos soon and tell you more about these apartments. These Hipsterviertel, as well as the topic of the parks, deserve a separate report.

Conclusion

For me, all forms of living are incredibly exciting. On the one hand, they show me how you can get by with high social density on a few kilometres, taking into account the needs of a population of different nationalities, origins and desires. On the other hand, they are a controlled form of living. I think: the social buildings and condominiums are each satellite cities of a city. You can shop, live, and have fun there, because everything you need is available per facility.

The housing estates ARE a small town.


Image gallery

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